Leonie Rooseboom

Leonie Rooseboom

Babelsberger Filmgymnasium, Potsdam

Ich bin Schülerin des Babelsberger  Filmgymnasiums und besuche die Filmklasse 9f2, d.h. ich habe jede Woche zwei Blöcke (2 x 90 min.) Filmunterricht. Wir behandeln viele Themen im Bereich Film, darunter das Schneiden mit dem Programm Premiere Pro und Final Cut, sowie den Umgang mit der Kamera- und Tontechnik, Einfluss von Licht, das Schreiben und Erstellen von Drehbüchern und Storyboards, Regie, Schauspiel und vieles mehr…

Das Babelsberger Filmgymnasium verfügt über eine eigene, unabhängige, kommerzielle Filmfirma, die jedes Jahr mehrere filmische Aufträge bekommt. Unter meinem Mentor Uwe Fleischer, bin ich Geschäftsführerin dieser Filmfirma und kümmere mich um die Ein- und Ausgaben und versuche, Aufträge für unsere Firma zu bekommen. Ich habe schon an mehreren Projekten teilgenommen, beispielsweise bei der Produktion von  Features (8 Bonusbeiträge) für ICESTORM Entertainment Berlin, für die Neuveröffentlichung der Olsenbande auf DVD (2013). Ich war hauptverantwortlich für Tontechnik und Cut. Einer dieser Beiträge ist als DVD im Handel erhältlich. Ein anderes Projekt war die Produktion eines Internetauftrittes des Demeterhofes von Sonja und Dieter Moor in Hirschfelde, bei der ich den Schnitt gemacht habe.

Weitere Projekte bei denen ich Regie, Dreh und Schnitt besetzte, waren "Der Paritätische Brandenburg“ (einen Beitrag über die Elternmitwirkung in Kindertagesstätten) und „Das ist meine Chance“ einen Beitrag über eine Schule für schwer erziehbare- und Kinder mit einer Lernschwächen. Auch im Filmunterricht habe ich mit meinen Mitschülern Filme gedreht, z. B. eine Komödie „Clark-Neu in der Schule“, Szenen Verfilmungen aus „Die Räuber“ von Friedrich Schiller und „Romeo und Julia" von Shakespeare, Nachrichtensendungen und weitere kleine Kurzfilme. Außerhalb der Schule war ich bei einem Seminar zum Thema „Interviewführung für einen TV-Beitrag, verlieh den Preis für den besten Jugendfilm beim Studentenfestival Sehnsüchte (auf Englisch), ich war Vertreter am Stand meiner Schule beim deutschen Entwicklungstag 2013 und Komparse bei der WDR- Produktion „Das Schweigen von Nebenan“, gezeigt als ARD-Mittwochsfilm. Für mein Praktikum (zwei Wochen) in der 9. Klasse durfte ich auf Empfehlung von Hr. Fleischer, bei der Postproduktion von GZSZ (Gute Zeiten Schlechte Zeiten) verbringen. Ich bekam Einblicke und praktische Erfahrungen in die Tonmischung und durfte selber auch einzelne Szenen der Sendung schneiden. Zudem hatte ich das Glück, dass ich auch noch beim Außen- und Innen-Dreh dabei sein durfte, neben der Regie und bei dem Lichtpult saß, Einblicke in Kostüm/Maske und dem Requisitenfundus bekam.

Ich habe dieses Schuljahr ein ca. 70 Seiten langes Drehbuch geschrieben, dass von einem teenage Mädchen namens Jessica (16 Jahre) handelt, die sich in einer schwierigen Phase ihres Lebens befindet. Jessicas größter Wunsch ist es angesagt zu sein, sozusagen zu den „coolen Leuten“ zu gehören. Dabei verliert sie das Wesentliche, wie ihre Freundschaft und Familie aus den Augen und verstellt ihre eigene Persönlichkeit….Meine Mitschüler und ich haben nach mehreren Besprechungen und Korrekturen des Drehbuches und schauspielerischen Proben, mit dem Dreh begonnen und zwei Szenen abgedreht (im nächstes Schuljahr geht es weiter).

Der Filmunterricht bietet uns viele Möglichkeiten, doch der Nachteil ist, dass wir oft zum Drehen an die Schule/räume gebunden sind. Dadurch wirken die Filme von Anfang an sehr gespielt und es ist schwer, aus einer Schulatmosphäre etwas Anderes zu gestalten. Doch für mein neues Projekt haben sich alle bereit erklärt, ein Wochenende für den Dreh zu opfern, um auch außerhalb zu drehen. Ein anderes Problem ist, dass es schwierig ist in einer Gruppe von 24 Schülern alle zu beschäftigen und somit ungestört an Projekten arbeiten zu können.