Simon Hoffmann

Simon Hoffmann

Freie Waldorfschule Engelberg, Winterbach

Mich hat Schauspielen schon immer fasziniert und begeistert. Meine Eltern erzählen, dass ich schon als kleines Kind mir eigene Geschichten ausgedacht und vorgespielt habe. Ich liebe es ganz in eine andere Rolle zu schlüpfen, wie sie zu denken und handeln, mich in einen anderen Mensch zu verwandeln.

Bei Klassenspielen und anderen Theaterprojekten durfte ich mehrfach die Hauptrolle spielen. Mir machte das so Spaß, dass ich seither unbedingt Schauspieler werden möchte.

Ende 2008 wurde ich bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben aufgenommen, dort sang ich 2 Jahre und hatte regelmäßigen Stimmbildungsunterricht, bis mein Stimmbruch einsetzte. Mit diesem professionellen Chor machte ich viele Konzertreisen.

Im Sommer 2009 mit 13 Jahren, wurde ich in die Theatergruppe von Regisseur Thomas Faupel „Theater für ein Jahr“ aufgenommen. Dort spielten wir zu dritt. Thomas Faupel, Theaterpädagoge, Birgit Schuck, eine ausgebildete Schauspielerin und ich. Wir spielten die „4 letzten Lieder“ von Nirav Christophe.

Von den beiden Erwachsenen lernte ich wie man sich ganz in eine Rolle hinein findet und alles andere zurück lässt. Wie man sich richtig auf wärmt, wie man ein Stück erarbeitet und Schauspieler leitet.

Ebenso wurde mir beigebracht unter einem Regisseur zu spielen, der einem in der Entwicklung der eigenen Rolle Freiheiten gibt. Diesem Vorbild möchte ich auch bei meiner Regiearbeit nachgehen, denn ich finde es wichtig das der Schauspieler, seinen eigenen Bezug zu der Rolle findet und sich die Vollendung selbst erarbeitet.

Zwischenzeitlich wuchs in mir die Idee, einen eigenen Film zu drehen, um endlich auch selbst vor der Kamera, als Schauspieler stehen zu können.

2010 erzählte mir eine Lehrerin von einem Wettbewerb des Innenministeriums BW zum Thema Mobbing. Dieses Thema, beschäftigte mich zu dieser Zeit sehr. Ich schrieb dazu eine Geschichte, mit der ich meine Klasse begeistern konnte und so fingen wir an für den Film zu proben.

Ich übernahm die Regie und leitete meine Klassenkameraden bei den Rollen-Proben. Die Rolle des „Opfers“ Bernhard übernahm ich selbst, weil kein anderer sie spielen wollte und sie die schwierigste Charakteristik hatte. Dieses Projekt realisierten wir ohne die Hilfe unserer Lehrer.

Mit dem entstandenen Film „Wie weit noch?“gewannen wir den Anti Mobbing-Wettbewerb vom Innenministerium und der Polizei BW, und ein halbes Jahr später den Jugendfilmpreis BW, in der Kategorie „Bester Film 2010“.

Seit dem habe ich 3 weitere eigene Filme gedreht und als Schauspieler in 2 anderen mitgespielt.

Am 20. November 2011  feierte mein 4. Film, „Jeder muss sterben“ Premiere im Kino in Schorndorf.

Ich verarbeite in den Filmen immer Themen, die mich zu der Zeit des Drehbuchschreibens beschäftigten. So haben meine Filme immer viel mit mir selbst zu tun, und werden authentischer.

Mit dem Filme machen habe ich etwas gefunden, womit ich alle meine Lieblingshobbys verbinden kann: Drehbuchschreiben, Schauspielen, Regie führen, Produzieren und schneiden.

Von der Idee bis zum Film ist ein Prozess, der jedes mal aufs neue aufregend und spannend wird.

Wie gefällt der fertige Film dem Publikum? Kommt das an, was ich sagen möchte?

Kommt alles glaubwürdig rüber?

In Zukunft will ich auf jeden Fall, Filme machen."---